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EUmedSR (Epidemiologische Untersuchung medizinischer Notfälle, die zum Einsatz von Höhenrettungsgruppen geführt haben) ist ein Projekt, das derzeit an der Justus-Liebig-Universität, Gießen, von Sophie Ruhrmann und Rainer Röhrig durchgeführt wird.


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Erste bundesweite Höhenrettungs - Studie beendet kommende Woche Datenerhebung

Bereits viele Teilnehmer - Erhebungsbögen bis 18. November zurücksenden

 

Gießen (Mittelhessen) - Die Studie EUmedSR, die von Medizinern an der Justus-Liebig-Universität durchgeführt wird und das Vorkommen medizinischer Notfälle bei Einsätzen von Höhenrettungseinheiten in Deutschland untersucht, steht kurz vor Abschluss der Datenerhebung. "Es haben knapp die Hälfte aller deutschen Höhenrettungsgruppen teilgenommen, alle maßgeblichen Einheiten sind dabei, alle Gruppen haben die Einschlusskriterien erfüllt. Das ist ein außergewöhnlich gutes Ergebnis" erklärt Martin Lutz, Pressesprecher der Projektgruppe.

 

Seit Mitte August wurden alle Einheiten, die in Deutschland von einer öffentlich-rechtlichen Rettungsleitstelle zum Zwecke einer Höhenrettung alarmiert werden, von der Projektgruppe angeschrieben und sowohl nach Strukturdaten, als auch zu den Einsätzen der Jahre 2006-2008 befragt, wie Sophie Ruhrmann, die gemeinsam mit Dr. Rainer Röhrig die Studie leitet, erläutert. Dies waren sowohl Spezialeinheiten der Feuerwehren, der Bergwacht, der Hilfsorganisationen, der Grubenwehren, sowie von privaten Betreibern, wie Sicherheitsdienste oder Werkschutz.

 

"Ein weiteres Einschlusskriterium für die Untersuchung war, dass die Einheiten mit regelrechten Seilzugangstechniken Patienten erreichen oder evakuieren. Dies ist in Deutschland einigen wenigen Spezialeinheiten, die hierfür besonders ausgebildet und ausgestattet sind, vorbehalten." führt Dr. Röhrig weiter aus. Nun läuft für alle Höhenrettungsgruppen der Countdown, die noch nicht eingereichten Fragebögen in das mittelhessische Gießen zu übersenden, um an der Studie teilzunehmen. "Das ist nicht nur für die Studie wichtig, auch liegt es im Interesse der Einheiten: Als Nebeneffekt der Studie wird es erstmalig zu einer praktisch vollständigen Liste aller offiziellen deutschen Höhenrettungseinheiten kommen" erklärt Pressesprecher Martin Lutz. Die ersten Ergebnisse der Studie werden Anfang Dezember auf dem diesjährigen 9. Kongress der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin) in Hamburg vorgestellt.

 

www.EUmedSR.de

 
Höhenretter werden regelmäßig mit Notfallpatienten konfrontiert. Dabei ist es den Kollegen vor Ort meist nicht möglich die medizinische Versorgung der Patienten an anderes Personal z.B. vom bodengebundenen Rettungsdienst abzugeben. Sie müssen also immer wieder verschiedene medizinische Notfallsituationen selbst bearbeiten. Es stellt sich die Frage: Mit welchen medizinischen Notfällen werden die Höhenretter konfrontiert? Die Studie EUmedSR soll diese Frage beantworten.

Die Studienteilnehmer

Mitte August 2008 wurden von uns alle Höhenrettungsgruppen in Deutschland (Feuerwehren, Polizei, Hilfsorganisationen, etc.) angeschrieben mit der Bitte an der Studie teilzunehmen. Aus methodischen Gründen ist es wichtig, dass ausschließlich die Einheitsführer die zugesandten Fragebögen zur eigenen Einheit und den Einsätzen ausfüllen, um Dopplungen zu vermeiden. Mittlerweile haben wir nicht nur die ersten Rückläufer - hierfür den Einsendern eine großes Dankeschön. Auch das Medieninteresse ist überwältigend.

Auch Sie und Ihre Einheit können uns weiterhelfen! Sprechen Sie Ihre Einheitsführer auf die Studie an. Sofern Sie eine Höhenrettungsgruppe betreiben, aber keine Unterlagen erhalten haben, fordern Sie diese bitte bei uns an. Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. und Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. gerne zur Verfügung. Vielen Dank!